Was wäre, wenn dich eine KI dein ganzes Leben lang begleiten würde – vom ersten gesprochenen Wort bis zur letzten Erinnerung?
Genau diesem Gedankenexperiment widmet sich unser Buch „Yavie – wohin gehst du?“, bei dem ich als Co-Autorin mitwirken durfte.
Im Buch begleiten wir eine Frau namens Yavie von ihrer Geburt bis ins Alter.
Immer an ihrer Seite: die Künstliche Intelligenz KANT.
Sie analysiert nicht nur Daten, sondern stellt auch Fragen, widerspricht, fordert heraus – und entwickelt sich gemeinsam mit Yavie weiter.
Aus dieser Beziehung entsteht ein faszinierendes Spannungsfeld: Ein digitales System wird zum Begleiter, zum Spiegel und vielleicht sogar zum moralischen Kompass.
Ein Gedankenexperiment über Menschlichkeit
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„YAVIE – wohin gehst du?“ führt durch einen existenziellen Parcours, der die Fragilität unserer Beziehungen sichtbar macht und stellt gleichzeitig eine der zentralen Fragen unserer Zeit: Wer oder was bin ich in einer Welt, in der KI intelligenter wirkt als ihr Schöpfer?
Künstliche Intelligenz kann heute bereits enorme Datenmengen analysieren, Muster erkennen und Entscheidungen unterstützen.
Doch genau hier beginnt die eigentliche Debatte:
Wenn Maschinen immer leistungsfähiger werden, welche Rolle bleibt dann dem Menschen?
Das Buch ist deshalb kein Technikhandbuch, sondern ein Gedankenexperiment über Menschlichkeit in einer von KI geprägten Zukunft.
Die ethischen Fragen hinter der Technologie
Im Zentrum stehen nicht Algorithmen, sondern Menschen.
Im Buch geht es unter anderem um folgende Fragen:
- Wie verändert sich unser Verständnis von Verantwortung, wenn Systeme Entscheidungen vorbereiten oder beeinflussen?
- Welche Rolle spielen Erinnerung, Identität und Beziehungen, wenn Daten dauerhaft gespeichert werden können?
- Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn technologische Systeme zunehmend als Orientierung oder Entscheidungshilfe dienen?
Diese Fragen betreffen nicht nur die Zukunft, sondern bereits unsere Gegenwart.
Ein gemeinsames Buchprojekt
Das Buch ist aus der Zusammenarbeit vieler Autorinnen und Autoren entstanden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema KI und Ethik beschäftigen.
Ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein und zwei Kapitel beizutragen:
Gefördert oder aussortiert?
Wenn KI Yavie beurteiltGesund oder nur noch nicht auffällig
Wenn KI den Körper scannt
In diesen beiden Kapiteln beschäftige ich mich mit einer möglicherweise unbequemen Seite der KI: ihrem Urteil über Menschen. Über Kinder, die als „auffällig“ eingestuft werden, noch bevor sie sich selbst so fühlen. Über Erwachsene, die als gesund gelten, solange ihre Daten dies bestätigen.
Meine Texte fragen nicht, was Künstliche Intelligenz leisten kann, sondern was sie mit uns macht, wenn sie beginnt, über Entwicklung, Normalität und Risiko zu entscheiden. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch: seine Würde, seine Selbstwahrnehmung und die Frage, wo technologische Unterstützung enden muss, damit die Verantwortung beim Menschen bleibt.
Premiere auf der Leipziger Buchmesse
Das Buch wurde Mitte März 2026 auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.
Ich bin gespannt auf die Diskussionen, die dieses Gedankenexperiment auslösen wird, denn die Frage, wie wir mit Künstlicher Intelligenz leben wollen, wird eine der wichtigsten gesellschaftlichen Debatten der nächsten Jahre sein.
Neugierig geworden?
Das Buch gibt es hier: Die Mediation – Fachmagazin für Konfliktlösung, Entscheidungsfindung, Kommunikation
Übrigens: Zwei Autoren waren auch an Mutamorphosis beteiligt. Gemeinsam mit Ronald Hild habe ich das Spiel entwickelt, und Prof. Dr. Stephan Buchhester hat für unser Begleitheft ein wunderbares Vorwort geschrieben.

